Die Juden sind im Elsass präsent seit der Zeit der Römern und haben parallel anderer Religion sich entfaltet. Im Rheintal, z.B. Worms, gehört diese Religion zur Geschichte im Rahmen des heiligen-römischen Reichs in dem das Elsass damals einigegliedert war. Im südlichen Elsass, in Rouffach, befinden sich deutliche Teile einer Synagoge des Mittelalters.Es ist der gleiche Stamm der Aschkenasen aus Mitteleuropa der hier zuhause ist, erst vor 6 Jahrzehnten zogen die Sefaraden aus Algerien dazu und brachten die anderen Version des orientalischen Ritus in ihrer neuen Heimat. Strassburg zählt eine der grössten Gemeinschaften Frankreich, in mehrere Städte stehen Synagogen. 

Die grösste Besonderheit besteht in der ländlichen Ansiedlung der Juden im Elsass, die sich erklären lässt durch ihre Verbannung aus Strassburg nach einem verheerendem Pogrom am Valentinstag des Jahres 1349. Generell leben Juden in den Städten, dies mit ihrem Staus verbunden der ihnen verbot zahlreiche Berufe auszuüben. Somit zogen sie aufs Land hinaus, wobei das Elsass viel kleine Städte besitzt. Dieses wird gezeugt durch Synagogen und sonstige Gebäude, man erkennt in Buxweiler deutlich ein « Ghetto ». Die Friedhöfe sind in dem Gebiet verteilt, solche « Bezirksfriedhöfe » wie in Jungholtz  oder Rosenwiller sind sehr markant, der letztere seit dem 12. JH immer noch in Funktion. Der jüdische Glaube ist in der Ruralität eingebettet und prägt Teile der elsässischer Kultur, in Bräuche und Küche.

Auch in der Vertretung der Religion bei den kaiserlichen Behörden sind besondere Gestalten hervorzuheben, wie Jossel von Rosheim. 

Die französische Revolution ist für die Juden ein Befreiung, ihr Status ist erlöscht, endlich werden sie als normale Bürger betrachtet. Die « Liberté und Egalité » ihn gegenüber wird durch den Konsul und später Kaiser Napoleon Bonaparte gefördert und führt zur gesetzlicher Anerkennung anno 1807. Staat und Kirche sind durch das Konkordat verbündet.

Diese Gesetzgebung wurde nach 1871, als das Elsass mit einem Teil Lothringens ein Reichsland bildete nicht aufgehoben. Dieses erklärt durch die Kontinuität unter Deutscher Herrschaft, dass Frankreich -trotz Versuche dies zu ändern- dieses Konkordat respektieren musste und immer noch in Kraft ist. Die Priester der Religionen : römisch-katholisch, evangelisch und jüdisch sind im Staatsdienst, und zwar nur im eh. « Elsass-Lotharingen ».

Konkret ziehen die Juden vom land in die Städte zurück, besonders nach Strassburg. Auch Mitgläuber aus anderen deutschen Gebiete ziehen dazu. Im 19. JH werden 176 Synagogen im französischem Elsass erbaut, die sich aber nach 1871 leeren werden, die Juden ziehen massiv nach Frankreich um. Napoleon ist der Judenschützer, Frankreich das Land ihrer Freiheit. In den Museen, wie das « elsässische Museum » Strassburgs, in Busweiler, sind viele Gegenstände die dieses bezeugen.

 

Tatsächlich sind Erinnerung und Gegenwart des jüdischen Glaubens im Elsass lebendig. Mit diesem Zwiespalt des Zusammenlebens und schrecklichen Zeiten. Kulturgeschichte auf jedem Fall.